Verständigungsprobleme?

Heute im Radio (Bayern 5) gehört: die Vertreter des Mittelstandes, der bei uns immerhin ca. 70% des Wirtschaftsvolumens ausmacht, haben 2 Stunden lang ihre Nöte bei der Frau Merkel vortragen dürfen. Wo sie dann zu Gehör brachten, dass sie in den Rettungsplänen der Regierung lieber nicht erst an dritter Stelle hinter sich verzockenden Bankern und verschnarchten Großunternehmen einsortiert werden würden.

Das Gespräch war, so die Radiomeldung, ein Erfolg: die Frau Merkel hat wohl zugesagt, “den 13 größten DAX-Unternehmen” zur Seite zu stehen. Hallo? Sind die “mittelständisch”? Wer hat denn da nun nicht zugehört: unsere Regierungskasper, die gelangweilten Journalisten auf der Pressekonferenz, oder der zuständige Redakteur beim Sender?

Bin ich der Einzige, der bei so einer Kombination von Ansagen in einer Meldung den Kopf schüttelt? Interessiert’’s eh keinen mehr? Dass sich Politiker lieber mit ganz Großkopferten solidarisch zeigen (Amtszeiten verstreichen, aber Beziehungen bestehen) ist ja nicht wirklich neu - aber dass sowas derart zynisch als konstruktives Gesprächsergebnis verkauft wird, ist nun doch neu. Oder vielleicht doch nicht?

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