Mir san nimma mir! (oder: Wahl in Bayern)

Vor den Wahlen habe ich mich über die Wahlplakate gewundert. Alle Parteien gaben irgendwelche programmatische Aussagen zum Besten - bis auf die CSU: die warb lediglich mit in den Badesee hupfenden Menschen (”Sommer, Sonne, CSU”), einen leicht senil wirkenden Beckstein als Bilderbuchonkel inmitten von Schulkindern (”Guten Schulanfang!”) und dergleichen Banalitäten mehr. Wozu ein Wahlprogramm, gewählt werden wir doch sowieso!

Nach den Wahlen wundert sich die CSU über die Wähler. Offenbar habe man deren Lebensgefühl nicht mehr so recht getroffen. So kann man’’s auch nennen. Wer hätte auch ahnen können, dass die sich für die Ziele einer Partei interessieren?

Bisher war Bayern da stets stramm auf Linie, und noch kurz vor der Wahl hat Beckstein sicherheitshalber auch den “Zugereisten” (in Ingolstadt, wo es deren besonders viele gibt) klar gemacht, wie das hier so läuft: da habe man sich nämlich einzufügen, was eben auch die CSU zu wählen beinhaltet.

Scheint ein Glück für Bayern gewesen zu sein, dass es so viele “Zugereiste” gibt - und dass denen solche Ansagen sonstwo vorbei gehen.

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